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06.09.2021, 08:17 Uhr
Tobias Grünert: Meine Aussagen im Wahlforum vom 01.09.2021
Am 01.09.2021 hat die Braunschweiger Zeitung im Bürgerzentrum von Vechelde ein Wahlforum mit den Bürgermeisterkandidaten Tobias Grünert (CDU) und Olaf Marotz (SPD) durchgeführt.
In dieser Veranstaltung konnten aus dem Publikum heraus Fragen an die Kandidaten gestellt werden.
Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Aussagen von Tobias Grünert zu den gestellten Fragen.

Bürgermeisterkandidat Tobias Grünert auf der Podiumsdiskussion der Braunschweiger Zeitung am 01.09.2021 im Bürgerzentrum Vechelde:

  • Haushalt: Für mich ist eine vorausschauende und solide Haushaltsplanung und die damit verbundene Einführung einer mittelfristigen (5 Jahre) und langfristigen (10 Jahre) Haushaltsplanung in der Gemeinde Vechelde elementar. Dies ist speziell im Hinblick auf Erhaltung- und Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Schulen, Kita‘s oder unserer Gemeindestraßen dringend erforderlich.
  • Bürgernähe,Bürgerbeteiligung, Transparenz: Die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in politische Entscheidung ist für mich besonders wichtig. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass alles was in der Politik erörtert und entschieden wird, grundsätzlich „öffentlich“ ist. Denn nur wer informiert ist, kann auch mitreden. Das ist für mich Transparenz. Um mitreden zu können, soll es zukünftig auch Bürgersprechstunden oder auch Bürgerforen, z.B. hier im Bürgerzentrum geben. In Sitzungen des Rates oder der Ausschüsse soll es zu allen Punkten ein mögliches Rederecht geben. Insbesondere die Ortsräte müssen in ihrer Rolle wieder gestärkt werden und ihre Voten und Beteiligung müssen wieder verstärkt Berücksichtigung finden.

Feuerwehr:
Als Polizeibeamter weiß ich aus Erfahrung, wie wichtig die Feuerwehren für unsere öffentliche Sicherheit sind und wie elementar „Wertschätzung und Anerkennung“ in diesem Bereich ist. Ich möchte unsere Gemeindefeuerwehr und das Ehrenamt stärken. Hierzu gehören für mich auch transparente Beschaffungsvorgänge innerhalb der Feuerwehr, sowie die (positive) öffentliche Wahrnehmung der Gemeindefeuerwehr insgesamt. Ich bin Polizeibeamter aus Überzeugung und ich stehe zu 100 % zu unserer Gemeindefeuerwehr.



  • Straßenausbaubeitragssatzung: Ich freue mich, dass wir das Ziel, die Straßenausbaubeiträge in der Gemeinde Vechelde abzuschaffen, bereits im Wahlkampf erreichen konnten. Es zeigt sich, dass durch gemeinsames Vorgehen etwas erreicht werden kann, auch gegen die (anfänglich) erklärte Position der SPD. Für mich gilt: Wir brauchen eine Übersicht, in der alle Straßen der Gemeinde und deren Sanierungserfordernisse in den nächsten 10-30 Jahre aufgelistet sind: Welche Straße muss wann, wo und mit welchem Mittelaufwand saniert werden. Dies ist wichtig, um alle Aspekte frühzeitig bei den Finanz-/Haushaltsplanungen berücksichtigen zu können.
  • KiTa’s: Hier will ich schnellstmöglich eine Einladung für einen sog. „Runden Tisch“ aussprechen. Gemeinsam mit der Verwaltung, den Kita-Leitungen, den Erziehern, den Elternvertreten und den jeweiligen Trägern will ich die derzeitige Betreuungssituation erörtern und dort, wo erforderlich, Verbesserungen anstoßen und ein KiTa-Qualitätskonzept erarbeiten. Dieses Konzept soll den jeweiligen KiTas auch die Möglichkeit geben sich ein eigenes Profil herauszuarbeiten.


Grundschulen
: Die Gemeinde Vechelde ist in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. Problematisch ist jedoch, dass die Entwicklung der Schülerzahlen nicht ausreichend in der Schulbedarfsplanung berücksichtigt worden ist, sodass jetzt eine Container-Lösung notwendig wurde, um den zusätzlichen Raumbedarf abdecken zu können. Die Notwendigkeit der Erweiterung der Grundschule in Vechelde ist viel zu spät erkannt worden. Vor diesem Hintergrund und der weiterhin hohen Einschulungsjahrgangszahlen in den kommenden Jahren von über 90 Grundschülern in der Grundschule Vechelde streben wir die Prüfung eines weiteren Grundschulstandortes in der Gemeinde, ggf. in Wahle, dem mittlerweile zweitgrößten Ort der Gemeinde, an.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass insbesondere der Schulhof bzw. der Spiel-/Sandbereich an der Grundschule in Vechelde dringend und zeitnah einer Sanierung bedarf – aufgeplatzte Asphaltflächen, fast keine Spielgeräte, wenig bzw. gar keine Bepflanzungen, Unkrautwuchs. Die Spielgeräte, die vor ca. 30 Jahren dort aufgestellt worden sind, wurden mittlerweile fast alle abgebaut – Ersatz: Fehlanzeige. Die Schultoiletten – u.a. in Bettmar und Vallstedt – sind z.T. in einem katastrophalen Zustand und müssen ebenfalls saniert werden.


  • Dorfgemeinschaftshäuser: Es geht mir nicht nur um den Erhalt dieser Einrichtungen. Ich möchte diese Häuser als Einrichtung für den örtlichen Zusammenhalt ausbauen und stärken. Zusätzliche finanzielle Mittel könnten z.B. aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen gewonnen werden. An dieser Stelle ist eine enge Zusammenarbeit mit den Ortsräten und den Menschen vor Ort besonders wichtig.
  • Jugend: Auch die Arbeit mit bzw. für die Jugend möchte ich auf eine breitere Basis stellen. Ich möchte nicht allein aus der Politik heraus entscheiden, was gut für die Jugendlichen ist, sondern einen Jugendbeirat gründen. In diesem sollen die Jugendlichen selbst formulieren, was ihnen wichtig ist und dies im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss bzw. im Gemeinderat vorbringen. Auch das Jugendzentrum am Bahnhof Vechelde soll erhalten und gestärkt werden. In Vechelde und auch in Ortsteilen könnten (Spiel-)Plätze mit Spielgeräten für Jugendliche ausgestattet werden (z.B. mit Slack-Lines etc.).
  • Hildesheimer Straße: Hier ist dringend eine konzeptionelle Neubetrachtung unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger (Bürgerforum), der Verkehrskommission Peine, und beauftragten Verkehrs-/Städteplaner nötig. Mein Ziel: Verkehrsberuhigung und die Herbeiführung einer Attraktivitätssteigerung sowohl für Fußgänger und Radfahrer als auch für den Einzelhandel und die Gastronomie.
  • Umwelt und Energie: Bei der weiteren Entwicklung der Gemeinde Vechelde ist bei der Ausgestaltung etwaiger Neubaugebiete immer auch der mögliche Flächenverbrauch bzw. die Flächenversiegelung zu berücksichtigen. Wir müssen uns intensiv um die Förderung des Solarausbaus – Prüfung eines Solarparks - die energetische Gebäudesanierung, den Austausch von alten Heizsysteme und die Attraktivitätssteigerung im Bereich des Fahrradfahrens (Ausbau des Radwegenetzes) kümmern.

Senioren
: Ich möchte einen Seniorenbeirat gründen und eine intensive Zusammenarbeit mit diesem etablieren. Wir müssen die Barrierefreiheit insgesamt in den Blick nehmen und zusätzliche Sitz- und Verweilmöglichkeiten in den Ortschaften schaffen. Weitere Punkte sind der Bau eines dritten Senioren-/Pflegeheims, die Prüfung von Klein-/Bürgerbussen zur Aufrechterhaltung der Mobilität für jedermann in der Gemeinde Vechelde und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements zur Unterstützung älterer Menschen durch Nachbarschaftshilfen, z.B. durch Frühstücksrunden in den DGHs.





  • Digitalisierung: Wir brauchen einen deutlichen Ausbau und Stärkung der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit. Mein Ziel ist es die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben, allerdings unter Setzung realistischer Meilensteine. Wir müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus und die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und dürfen nicht überfordern. Die Beibehaltung der Papierbearbeitung  z.B. für ältere Mitmenschen muss weiterhin möglich sein.
Meine Versprechen:
  • Ich möchte mit Ihnen zusammen einen wirklichen Wechsel in unserer Gemeinde Vechelde herbeiführen.
  • In diesem Zusammenhang möchte ich auf meine 14-jährige Erfahrung im Öffentlichen Dienst zurückgreifen.
  • Ich werde das Amt des Gemeindebürgermeister parteipolitisch neutral zum Wohle aller führen.


Zum Schluss:

Es war mir eine Freude an diesem von der Braunschweiger Zeitung ausgerichteten fairen und informativen Austausch teilnehmen zu können.

Ich hoffe, dass ich alle Fragen zufriedenstellend beantwortet konnte.
Danke für diesen tollen Abend.

Ihr/Euer
Tobias Grünert

aktualisiert von f.weber, 07.09.2021, 15:31 Uhr